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Maßnahme Was-A-10

Hochwasserschutz: Retentionsflächen sind als Schutzmaßnahmen zur Minderung von Hochwasserereignissen einzuplanen und ggf. auszuweiten.

Art der Maßnahme:

  • Planerische Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung der Berücksichtigung in Plänen und Programmen bedarf

Zielgruppe(n): Kreisfrei , Kreisangehörig , Kleine Gemeinde

Umsetzbarkeit: langfristig (iLangfristig umsetzbare Maßnahmen:Maßnahme kann langfristig, d. h. innerhalb von einigen Jahren oder Jahrzehnten umgesetzt werden, weil erhebliche Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, die nicht sofort zur Verfügung stehen und/oder weil bei der Umsetzung der Maßnahme erhebliche Konflikte zu erwarten sind, die eine Abstimmung mit verschiedenen Akteuren notwendig machen und/oder weil die Maßnahme auf nur sehr langsam veränderbare Rahmenbedingungen abzielt (z. B. Veränderung der Siedlungsstruktur).) mit hohem Kostenaufwand (iMaßnahmen mit hohem Kostenaufwand:Erhebliche finanzielle Mittel notwendig (über 100.000 EUR), die eine langjährige Finanzplanung notwendig machen (größere Investitionen in Infrastruktur, langfristige personalbezogene Maßnahmen, Entschädigungsleistungen usw.).)

Ständige Beteiligte: Eigentümer von Flächen, Nutzer von Flächen, Übergeordnete Planungsebenen

Weitere Akteure:
Kleine und kreisangehörige GemeindenKreisfreie Städte
internexterninternextern
  • Bauordnung
  • Grünflächen
  • Hochbau
  • Liegenschaften
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Sport
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Umwelt
  • Versorgungsunternehmen
  • Landesamt für Bauen und Verkehr
  • Landesanstalt für Umwelt und Geologie
  • Landesumweltamt
  • Landschaftsbehörde
  • Wasserbehörde
  • Zweckverbände
  • Wasserverbände
  • Landschaftsbehörde
  • Wasserbehörde
  • Zweckverbände
  • Bauordnung
  • Grünflächen
  • Hochbau
  • Liegenschaften
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Sport
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Umwelt
  • Versorgungsunternehmen
  • Landesamt für Bauen und Verkehr
  • Landesanstalt für Umwelt und Geologie
  • Landesumweltamt
  • Wasserverbände

Gute Konzepte und Beispiele zu dieser Maßnahme

Aktion Pegellatte

Die Ziele der Aktion "Pegellatte": das Bewusstmachen der Gefährdung durch Hochwasser, Erhaltung und Wiederöffnung von Retentionsräumen, Werben für eine "zentrale" Hochwasserschutzzentrale für den gesamten Rhein [Details]

Willingdan Levels Flood Storage Compensation Scheme

Eastbourne Park liegt in einem tief liegenden Land, dass bekannt ist als Willingdon Levels. Dieses Gebiet sammelt Wasser von einem größeren Becken, der Willingdon Levels Catchment Area. Das Willingdon Levels Flood Storage Compensatory Scheme wurde vom Eastbourne Borough Council entwickelt und wird seit den frühen 1990ern eingessetzt, um eine Entwicklung ohne steigendes Überschwemmungsrisiko zu ermöglichen.Dies ist ein Beispiel für einen strategischen Ansatz, um eine Minderung des Verlustes durch Einlagerung von Hochwasser durch Neuplanungen zu sichern. [Details]

Greenwich Peninsula

Durch den Rückbau des Gebiets der Greenwich Peninsula ist sowohl ein ökologisch einwandfreier Hochwasserschutz entstanden als auch neue Flächen innerstädtischer Feuchtgebiete und Frischwasserseen. [Details]

Green Streets, Portland

Dieses Projekt unterstützt attraktive Straßenrandbepflanzungen, die in der Lage sind den Wasserabfluss nach heftigen Regenfällen aufzunehmen. Dies scheint dringend nötig in einer Stadt mit fast einem Meter Niederschlag im Jahr. [Details]

River Irwell flood control scheme, Salford

Das Salford "Flood Prevention Scheme" nutzt Freiflächen um kurzzeitig Wasser zu sammeln, wenn die Pegel zu hoch sind. Dies zeigt auf, dass harte Abwehrmaßnahmen nicht der einzige Weg sind. [Details]

Floodplain Forest, Milton Keynes

Durch die Renaturierung der Auen entlang des Ouse Valleys verbessert der Park Trust die Landschaft, erhöht die Artenvielfalt und schafft einen wertvollen Schutz vor Überschwemmungen. [Details]

Quaggy River, London

Ein Hochwasserschutzprogramm für Londons Süden hat den bisher vergrabenen Quaggy Fluss wieder an die Oberfläche gebracht. Öffentlichen Parks und private Gärten dienen nun als Wasserspeicher bei Hochwasser. [Details]

Regenwasserbewirtschaftung, Bremen

Im Rahmen des Landesprogramms „ökologische Regenwasserbewirtschaftung“ werden freiwillige Maßnahmen von Grund- und Gebäudeeigentümern in Bremen und Bremerhaven gefördert, die das Ziel haben, den Abfluss von Niederschlagswasser in die Kanalisation zu vermindern. [Details]

EASK - Ems

Im EASK sind neben der auenverträglichen Flächennutzung insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung der morphologischen Situation und der Stärkung des ökosystemaren Verbundes der Ems und ihrer Nebengewässer in der Aue festgelegt. [Details]

Thames Estuary 2100

Langfristiger Tidenhochwasserschutzplan für London und das Mündungsgebiet der Themse. Dies ist nötig, da sich die Themse im Verhältnis zum Klima, den Menschen und den Grundstücken entlang des Überschwemmungsgebiets und eines überalterten Hochwasserschutzsystem verändert hat. [Details]

Integrated Planning- Brent Cross Cricklewood Regeneration, London

Sowohl die Gefahr von Hochwasser als auch andere wichtige Aspekte wie Erhaltung der Artenvielfalt und Renaturierung des Brent wurden in der Planung des neuen Shoppingcenters beachtet. So wurden z.B. überschwemmungsgefährdete Gebiete bereits in der Planung so berücksichtigt, dass sie unbebaut blieben und für die Zukunft entsprechend genutzt werden können. Außerdem wird es eine nachhaltige Regenwasserentsorgung geben und begrünte Dächer sollen den Abfluss nach starken Regenfällen mindern. [Details]

Adapting to and reducing risks posed to society and nature by a changing climate (Anpassung an und Reduzierung von Folgen des Klimawandels)

Das Ziel des Interreg Projektes Climate Proof Areas ist es, Strategien und Konzepte für die Anpassung an die möglichen Folgen des Klimawandels in verschiedenen Regionen des südlichen Nordseeraumes zu entwickeln. Das Projekt betrachtet Fokusräume in den Niederlanden, Schweden, Belgien und Deutschland. Hier sollen innovative technologische Verfahren und gesellschaftliche Strategien entwickelt werden, die geeignet sind, dem Anpassungsdruck aus Klimawandel, Globalisierung und demographischem Wandel gerecht zu werden. Insbesonderee werden mithilfe eines integrativen, partizipativen Ansatzes in enger Kooperation mit zahlreichen regionalen wasserwirtschaftlichen Akteuren anhand konkreter Pilotgebiete Notwendigkeiten, Prioritäten und mögliche Strategien eines nachhaltigen, zukünftigen Wassermanagements entwickelt. Handlungsebene sind Gemeinden und Kreise der Nordseeküste, in denen alle gesellschaftlichen Gruppen an der Entwicklung der Anpassungsstrategien beteiligt werden sollen. Laufzeit 07/08 – 12/11 . [Details]

Grünzug Neckartal. Flussmanagement zur Klimaanpassung.

Das Projekt folgt dem Leitgedanken, die urbane, stark industrialisierte Flusslandschaft entlang des mittleren Neckars wieder attraktiver zu gestalten und als Arbeits- und Wohnstandort, Naherholungsgebiet und Naturraum aufzuwerten. Sie widmet sich den Strategien zur Umsetzung des zuvor erarbeiteten Konzeptes. Als Modellvorhaben der Raumordnung steht Grünzug Neckartal exemplarisch für andere, vergleichbar intensiv genutzte, urbane Flusslandschaften sowie für Möglichkeiten ihrer landschaftlichen Aufwertung. [Details]

KWU - KlimaWandel Unterweser - informieren, erkennen, handeln

Das Forschungsprojekt untersucht in der Region Unterweser Kommunikationsformen zum Klimawandel. Gemeinsam mit Akteuren aus Tourismus, Stadt- und Regionalplanung sowie der Landwirtschaft werden Methoden und Materialien zur Vermittlung eines Risiko- und Chancenbewusstseins entwickelt, um daraus Handlungsmöglichkeiten zu erlangen. Im Rahmen des Forschungsprojekts "KlimaWandel Unterweser" sind neue Wege für die Kommunikation des Themas Anpassung an den Klimawandel erprobt und dokumentiert worden. Die entstandenen Produkte vermitteln die Notwendigkeit der Beschäftigung mit Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel für definierte Akteursgruppen. Es wurden sechs Produkte von Arbeitsgruppen aus Tourismus, Stadt- und Regionalplanung sowie Landwirtschaft entwickelt, die von den Kooperationspartnern des Sustainability Centers Bremen nach Abschluss des Forschungsprojekts eigenständig weitergeführt werden. [Details]

Anpassung der Siedlungswasserwirtschaft an Klimatrends und Extremwetter

Im Zuge des derzeit absehbaren Umbaus der Siedlungsgebiete, nicht zuletzt angestoßen durch die sich abzeichnende Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und Europa, sollten zeitgleich Maßnahmen durchgeführt werden, den Auswirkungen für die Wasserwirtschaft aus Klimatrends und der Verschiebung der Extremwetterstatistik angemessen zu begegnen. Potenziale in der Siedlungsstrukturentwicklung werden erschlossen, um die zu erwartenden Folgen des Klimawandels mit den notwendigen Strukturveränderungen, die durch die demographische Entwicklung angestoßen werden, zu kompensieren. [Details]

KLIMZUG-NORD - Strategische Anpassungsansätze zum Klimawandel in der Metropolregion Hamburg

Steigendes Hochwasser an der Elbe, intensivere Schädlingsplagen in der Landwirtschaft und vermehrt volllaufende Keller durch Starkregenfälle sind mögliche Szenarien, die zeitnah in Norddeutschland auftreten könnten. Das Projekt KLIMZUG-NORD soll bis zum Jahr 2014 Lösungsansätze finden, mit denen künftig Folgen des Klimawandels in der Metropolregion Hamburg begegnet werden kann. Dieses Ziel soll unter der Bearbeitung der Themenschwerpunkte Ästuarmanagement, integrierte Stadt- und Raumentwicklung und zukunftsfähige Kulturlandschaften. [Details]

RADOST - Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste

Der Klimawandel stellt die deutsche Ostseeküstenregion vor massive Anpassungserfordernisse. Ziel des RADOST-Vorhabens ist es, Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeregion im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten. [Details]

"KLARA-Net− Netzwerk zur KLimaAdaption in der Region StArkenburg"

Ziel ist es, innerhalb des Akteursnetzwerkes zukunftsgerichtete Schritte zur Anpassung verschiedener Handlungsbereiche wie Bauwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus und Gesundheit zu entwickeln. Darüber hinaus soll in der zweiten Phase die Schnittstellenarbeit ausgebaut und an einem Pilotraum ein Anpassungskonzept sowie erste konkrete Anpassungsmaßnahmen erarbeitet und durchgeführt werden. [Details]

KomPass-Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung: Projektkatalog

Der Projektkatalog des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt führt vorhandenes Wissen zu Klimafolgen und Anpassung zusammen und dient als eine Informationsbasis für Akteure im Bereich der Anpassung an den Klimawandel sowie die breite Öffentlichkeit. Die Dokumentation der Informationen erfolgt anhand einer für den Projektkatalog entwickelten Dokumentations- und Analysematrix, die eine strukturierte Suchwort-Recherche im Umweltportal Deutschland (PortalU) oder über die KomPass-Internetpräsenz und damit einen Überblick über die verfügbare Informationsbasis ermöglicht. [Details]

Portal U-Umweltportal Deutschland

PortalU ist das zentrale Umweltportal der Umweltverwaltung von Bund und Ländern in Deutschland. Das Portal bietet einen zentralen Zugang zu über 2,5 Millionen Webseiten und über 500.000 Datenbankeinträgen von über 340 öffentlichen Institutionen und Organisationen in Deutschland. Das Portal hat zum Ziel einen schnellen und zuverlässigen Überblick über alle relevanten öffentlichen Umweltinformationen zu bieten. [Details]

"AMICA-Adaptation and Mitigation - an Integrated Climate Policy Approach"

Mit AMICA (Adaptation and Mitigation - an Integrated Climate Policy Approach) sollen Maßnahmen zusammen geführt werden, die sowohl zur Anpassung an den Klimawandel als auch vorbeugend zum Erhalt des Klimas notwendig sind. [Details]

MuniRes-Leitfaden

"Die Leitfadenbroschüre ist für den täglichen Gebrauch konzipiert. Sie zielt darauf ab, Planungsvorhaben zur Anpassung an den Klimawandel in lokalen Verwaltungen wie Kommunen, Landkreisen und anderen regionalen Organisationen anzuregen und zu unterstützen. Der Schwerpunkt wird auf die Entwicklung geeigneter Anpassungsstrategien auf durch den Klimawandel verursachter Gefahrensituationen gelegt. Der Leitfaden greift sich als Beispiel den Hochwasserschutz heraus, kann aber auch auf andere Gefährdungen sowie auf allgemeinere Aspekte des Klimawandels wie Anpassungsstrategien (u.a. Planung, Politikgestaltung, öffentliches Bewusstsein) angewendet werden." [Details]

Literatur

European Environment Agency (2009): Ensuring quality of life in Europe's cities and towns.

European Environment Agency (2009): Regional climate change and adaptation - The Alps facing the challenge of changing water resources. No 9/2009.

Fleischhauer und Bornefeld (2006): Klimawandel und Raumplanung - Ansatzpunkte der Raumordnung und Bauleitplanung für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel. RuR 31. 

Greater London Authority (2008): The London climate change adaptation strategy - Draft Report. London.

Grill et al. (2006): Adapting cities for climate change: the role of the green infrastructure.

Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (2008): Klimawandel in Nordrhein-Westfalen - Wege zu einer Anpassungsstrategie. Düsseldorf.

Office of the Deputy Prime Minister (Hg.)(2004): The Planning Response. Advice on Better Practice. London. 

 

 

 

 

 

 

 

Rechtliche Grundlagen und Regelungen zu dieser Maßnahme

Inhalte von Hochwasserrisikomanagementplänen (Art. 7 Abs. 3 EG-Richtlinie 2007/60/EG)
Pflicht zur Wiederherstellung von Überschwemmungsgebieten (§ 31a Abs. 6 WHG)
Pflicht zur Aufstellung von Hochwasserschutzplänen (§ 31d Abs. 1 WHG)
Sicherung oder Rückgewinnung von Auen, Rückhalteflächen und Entlastungsflächen (§ 1 Abs. 2 Nr. 6 ROG)