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Maßnahme Was-A-13

Hochwasserschutz: Bestehende Überschwemmungsgebiete und Überschwemmungsgefährdete Gebiete sind zu überprüfen und ggf. verändert festzulegen.

Art der Maßnahme:

  • Planerische Maßnahme - Maßnahme deren Umsetzung der Berücksichtigung in Plänen und Programmen bedarf

Zielgruppe(n): Kreisfrei , Kreisangehörig , Kleine Gemeinde

Umsetzbarkeit: mittelfristig (iMittelfristig umsetzbare Maßnahmen:Maßnahme kann mittelfristig, d. h. innerhalb von einigen Monaten oder Jahren umgesetzt werden, weil Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, die nicht sofort zur Verfügung stehen und/oder weil bei der Umsetzung der Maßnahme Konflikte zu erwarten sind, die eine Abstimmung mit verschiedenen Akteuren notwendig machen und/oder weil die Maßnahme auf nur mittelfristig veränderbare Rahmenbedingungen abzielt (z. B. Tätigung von Investitionen).) mit moderatem Kostenaufwand (iMaßnahmen mit moderatem Kostenaufwand:Größerer finanzieller Aufwand (ca. 10.000 bis ca. 100.000 EUR), für den Mittel aber in der Regel für das kommende Haushaltsjahr bereitgestellt werden können (vorübergehende personalbezogene Maßnahmen, Aufträge an Dritte, kleinere Investitionen).)

Ständige Beteiligte: Eigentümer von Flächen, Nutzer von Flächen, Übergeordnete Planungsebenen

Weitere Akteure:
Kleine und kreisangehörige GemeindenKreisfreie Städte
internexterninternextern
  • Bauordnung
  • Grünflächen
  • Liegenschaften
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Umwelt
  • Versorgungsunternehmen
  • Landesamt für Bauen und Verkehr
  • Landesanstalt für Umwelt und Geologie
  • Landesumweltamt
  • Landschaftsbehörde
  • Wasserbehörde
  • Zweckverbände
  • Wasserverbände
  • Landschaftsbehörde
  • Wasserbehörde
  • Zweckverbände
  • Bauordnung
  • Grünflächen
  • Liegenschaften
  • Stadtentwicklung
  • Stadtplanung
  • Umwelt
  • Versorgungsunternehmen
  • Landesamt für Bauen und Verkehr
  • Landesanstalt für Umwelt und Geologie
  • Landesumweltamt
  • Wasserverbände

Gute Konzepte und Beispiele zu dieser Maßnahme

Willingdan Levels Flood Storage Compensation Scheme

Eastbourne Park liegt in einem tief liegenden Land, dass bekannt ist als Willingdon Levels. Dieses Gebiet sammelt Wasser von einem größeren Becken, der Willingdon Levels Catchment Area. Das Willingdon Levels Flood Storage Compensatory Scheme wurde vom Eastbourne Borough Council entwickelt und wird seit den frühen 1990ern eingessetzt, um eine Entwicklung ohne steigendes Überschwemmungsrisiko zu ermöglichen.Dies ist ein Beispiel für einen strategischen Ansatz, um eine Minderung des Verlustes durch Einlagerung von Hochwasser durch Neuplanungen zu sichern. [Details]

Greenwich Peninsula

Durch den Rückbau des Gebiets der Greenwich Peninsula ist sowohl ein ökologisch einwandfreier Hochwasserschutz entstanden als auch neue Flächen innerstädtischer Feuchtgebiete und Frischwasserseen. [Details]

River Irwell flood control scheme, Salford

Das Salford "Flood Prevention Scheme" nutzt Freiflächen um kurzzeitig Wasser zu sammeln, wenn die Pegel zu hoch sind. Dies zeigt auf, dass harte Abwehrmaßnahmen nicht der einzige Weg sind. [Details]

Floodplain Forest, Milton Keynes

Durch die Renaturierung der Auen entlang des Ouse Valleys verbessert der Park Trust die Landschaft, erhöht die Artenvielfalt und schafft einen wertvollen Schutz vor Überschwemmungen. [Details]

Quaggy River, London

Ein Hochwasserschutzprogramm für Londons Süden hat den bisher vergrabenen Quaggy Fluss wieder an die Oberfläche gebracht. Öffentlichen Parks und private Gärten dienen nun als Wasserspeicher bei Hochwasser. [Details]

Adapting to and reducing risks posed to society and nature by a changing climate (Anpassung an und Reduzierung von Folgen des Klimawandels)

Das Ziel des Interreg Projektes Climate Proof Areas ist es, Strategien und Konzepte für die Anpassung an die möglichen Folgen des Klimawandels in verschiedenen Regionen des südlichen Nordseeraumes zu entwickeln. Das Projekt betrachtet Fokusräume in den Niederlanden, Schweden, Belgien und Deutschland. Hier sollen innovative technologische Verfahren und gesellschaftliche Strategien entwickelt werden, die geeignet sind, dem Anpassungsdruck aus Klimawandel, Globalisierung und demographischem Wandel gerecht zu werden. Insbesonderee werden mithilfe eines integrativen, partizipativen Ansatzes in enger Kooperation mit zahlreichen regionalen wasserwirtschaftlichen Akteuren anhand konkreter Pilotgebiete Notwendigkeiten, Prioritäten und mögliche Strategien eines nachhaltigen, zukünftigen Wassermanagements entwickelt. Handlungsebene sind Gemeinden und Kreise der Nordseeküste, in denen alle gesellschaftlichen Gruppen an der Entwicklung der Anpassungsstrategien beteiligt werden sollen. Laufzeit 07/08 – 12/11 . [Details]

Grünzug Neckartal. Flussmanagement zur Klimaanpassung.

Das Projekt folgt dem Leitgedanken, die urbane, stark industrialisierte Flusslandschaft entlang des mittleren Neckars wieder attraktiver zu gestalten und als Arbeits- und Wohnstandort, Naherholungsgebiet und Naturraum aufzuwerten. Sie widmet sich den Strategien zur Umsetzung des zuvor erarbeiteten Konzeptes. Als Modellvorhaben der Raumordnung steht Grünzug Neckartal exemplarisch für andere, vergleichbar intensiv genutzte, urbane Flusslandschaften sowie für Möglichkeiten ihrer landschaftlichen Aufwertung. [Details]

KWU - KlimaWandel Unterweser - informieren, erkennen, handeln

Das Forschungsprojekt untersucht in der Region Unterweser Kommunikationsformen zum Klimawandel. Gemeinsam mit Akteuren aus Tourismus, Stadt- und Regionalplanung sowie der Landwirtschaft werden Methoden und Materialien zur Vermittlung eines Risiko- und Chancenbewusstseins entwickelt, um daraus Handlungsmöglichkeiten zu erlangen. Im Rahmen des Forschungsprojekts "KlimaWandel Unterweser" sind neue Wege für die Kommunikation des Themas Anpassung an den Klimawandel erprobt und dokumentiert worden. Die entstandenen Produkte vermitteln die Notwendigkeit der Beschäftigung mit Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel für definierte Akteursgruppen. Es wurden sechs Produkte von Arbeitsgruppen aus Tourismus, Stadt- und Regionalplanung sowie Landwirtschaft entwickelt, die von den Kooperationspartnern des Sustainability Centers Bremen nach Abschluss des Forschungsprojekts eigenständig weitergeführt werden. [Details]

"KLARA-Net− Netzwerk zur KLimaAdaption in der Region StArkenburg"

Ziel ist es, innerhalb des Akteursnetzwerkes zukunftsgerichtete Schritte zur Anpassung verschiedener Handlungsbereiche wie Bauwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus und Gesundheit zu entwickeln. Darüber hinaus soll in der zweiten Phase die Schnittstellenarbeit ausgebaut und an einem Pilotraum ein Anpassungskonzept sowie erste konkrete Anpassungsmaßnahmen erarbeitet und durchgeführt werden. [Details]

KomPass-Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung: Projektkatalog

Der Projektkatalog des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt führt vorhandenes Wissen zu Klimafolgen und Anpassung zusammen und dient als eine Informationsbasis für Akteure im Bereich der Anpassung an den Klimawandel sowie die breite Öffentlichkeit. Die Dokumentation der Informationen erfolgt anhand einer für den Projektkatalog entwickelten Dokumentations- und Analysematrix, die eine strukturierte Suchwort-Recherche im Umweltportal Deutschland (PortalU) oder über die KomPass-Internetpräsenz und damit einen Überblick über die verfügbare Informationsbasis ermöglicht. [Details]

Portal U-Umweltportal Deutschland

PortalU ist das zentrale Umweltportal der Umweltverwaltung von Bund und Ländern in Deutschland. Das Portal bietet einen zentralen Zugang zu über 2,5 Millionen Webseiten und über 500.000 Datenbankeinträgen von über 340 öffentlichen Institutionen und Organisationen in Deutschland. Das Portal hat zum Ziel einen schnellen und zuverlässigen Überblick über alle relevanten öffentlichen Umweltinformationen zu bieten. [Details]

"AMICA-Adaptation and Mitigation - an Integrated Climate Policy Approach"

Mit AMICA (Adaptation and Mitigation - an Integrated Climate Policy Approach) sollen Maßnahmen zusammen geführt werden, die sowohl zur Anpassung an den Klimawandel als auch vorbeugend zum Erhalt des Klimas notwendig sind. [Details]

MuniRes-Leitfaden

"Die Leitfadenbroschüre ist für den täglichen Gebrauch konzipiert. Sie zielt darauf ab, Planungsvorhaben zur Anpassung an den Klimawandel in lokalen Verwaltungen wie Kommunen, Landkreisen und anderen regionalen Organisationen anzuregen und zu unterstützen. Der Schwerpunkt wird auf die Entwicklung geeigneter Anpassungsstrategien auf durch den Klimawandel verursachter Gefahrensituationen gelegt. Der Leitfaden greift sich als Beispiel den Hochwasserschutz heraus, kann aber auch auf andere Gefährdungen sowie auf allgemeinere Aspekte des Klimawandels wie Anpassungsstrategien (u.a. Planung, Politikgestaltung, öffentliches Bewusstsein) angewendet werden." [Details]

Literatur

Bizikova, Neale and Burton (2008): Canadian Communities' Guidebook for Adaptation to Climate Change. Including an approach to generate mitigation co-benefits in the context of sustainable development. First Edition. Environment Canada and University of British Columbia, Vancouver.

Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bundesregierung (2008): Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel. Berlin.

Clean Air Partnership (2007): Cities preparing for Climate Change - A study of six urban regions. Toronto.

Climate's Long-term Impacts on Metro Boston (CLIMB) (2004): Infrastructure Systems, Services and Climate Change: Integrated Impacts and Response Strategies for the Boston Metropolitan Area. 

Dosch, F., Porsche, L., & P. Schuster (2008): Anpassung an den Klimawandel aus europäischer Perspektive. In: Informationen zur Raumentwicklung. Heft 6/7. S. 381-394.

Gersonius et al. (o.J.): Options planning and assessment process for climate-proofing flooding systems.

Land Brandenburg (2008): Maßnahmenkatalog zum Klimaschutz und zur Anpassung and die Folgen des Klimawandels. Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, Frankfurt (Oder).

London Climate Change Partnership (2007): London's Warming. London.

Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (2008): Klimawandel in Nordrhein-Westfalen - Wege zu einer Anpassungsstrategie. Düsseldorf.

Oesterreichisches Institut für Raumplanung (Hg.)(2004): PROFAN - Präventive RaumOrdnung gegen Folgeschäden aus Naturkatastrophen. Wien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rechtliche Grundlagen und Regelungen zu dieser Maßnahme

Festlegungen zum vorbeugenden Hochwasserschutz in Raumordnungsplänen (§ 8 Abs. 5 Nr. 2 ROG)
Pflicht zur Aufstellung von Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten (Art. 6 Abs. 1 EG-Richtlinie 2007/60/EG)
Pflicht zur Aufstellung von Hochwasserschutzplänen (§ 31d Abs. 1 WHG)